Bessie Smith

(Foto: pcs.org)

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Schon im frühen 20. Jahrhundert war es in Deutschland nicht selten, dass Trends und kulturelle Bewegungen aus den USA übernommen und adaptiert wurden. Dies ist auch bei Jazz, Blues und Swing der Fall, die ihre Ursprünge in den Südstaaten der USA haben, deren Künstler jedoch auch in Deutschland große Erfolge erzielen konnten. Eine davon ist Bessie Smith, die am 15. April 1894 in Chattanooga, Tennessee geborene Bluessängerin konnte bereits zu Lebzeiten mit Liedern wie „Down Hearted Blues“ oder „Gulf Coast Blues“ Erfolge erzielen, ihr tragischer, früher Tod führte jedoch dazu, dass ihre Musik auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde.

Als sich Swing und Jazz in Deutschland verbreiteten, tauchte auch Bessie Smith immer öfter in den Charts auf, Im Jahre 1923 hatte sie zwei Top-1-Hits. Die ebenfalls in Deutschland bekannte Janis Joplin sah Bessie Smith als ihr Vorbild an. Da diese jedoch anonym beerdigt wurde, widmete sie ihr einen Grabstein mit der Inschrift: „The Greatest Blues Singer in the World“. Außerdem gab es auf der LP von „The Band“ in Zusammenarbeit mit Bob Dylan ein Lied mit dem Namen Bessie Smith, der viele Jahre später von Norah Jones gecovert wurde. Im Jahre 1971 erhielt die 1937 verstorbene Bluessängerin post mortem einen Emmy für die Zusammenstellung ihrer größten Werke.

Auch heute noch wird Bessie Smith von vielen als Vorbild des Blues-Gesangs angesehen, 1988 wurde die ihr zu Ehren geschriebene Jazzoper „Cosmopolitan Greetings“ in Hamburg uraufgeführt, sogar heute noch findet man das von Allen Ginsberg, George Gruntz sowie Rolf Liebermann komponierte Stück in machen Programmen.